10 Dinge, die du für das online Schach brauchst

10 Dinge, die du für das online Schach brauchst, ist ein Leitfaden für Schachspieler und Schachtrainer. Er zielt auf das das online Spielen und online Trainieren ab und soll euch einen Einstieg in das Spielen und Trainieren geben, aber auch Tipps für Vereine sind aufgelistet. Wenn einige Punkte vermisst, kannst du das gerne in die Kommentare schreiben.
 

Computer, Smartphone, Tablett

Egal ob du online Spielen möchtest oder mit deinem Schachtrainer aus dem Verein Trainieren möchtest, brauchst du das passende Endgerät. Aus unserer Erfahrung eignet sich ein Smartphone gut zum online Spielen. Für das Trainieren ist der Bildschirm aber in den meisten Fällen zu klein. Deshalb sollte man hierbei auf ein Tablett oder einen Computer umsteigen. Es braucht keinen leistungsstarken Rechner, ein mehrere Jahre alter Laptop reicht durchaus aus. Besonders bei einem Tablett sollte man aber auf ein mehr oder weniger aktuelles Betriebssystem achten. Für beispielsweise Zoom braucht man Android 5 oder höher, bei Apple ist es iOS 8.0 oder höher. Für Eltern ist es vorteilhaft, wenn die Kinder einen eigenen Computer haben.

Für Sparfüchse haben wir einen besonderen Tipp: Den Raspberry Pi 4. Der Mini-PC ist in der Version 4 so leistungsstark wie nie und kann mit Windows oder Linux betrieben werden. Leistungsmäßig reicht der Raspberry Pi für alle gängigen Videokonferenztools oder Schachprogramme aus. Zudem kann man etwas älteres Equipment wie z.B. Tastatur und Maus weiter nutzen. Aktuell gibts den Mini-PC für rund 100 Euro bei Amazon (*)

Software für das online Trainieren

Um als Trainer in Kontakt mit seinen Schachschülern zu bleiben, braucht es in der heutigen Zeit diverse Software-Tools. Für das online Training eignet sich am besten Zoom, Skype oder Discord.

Bei Zoom sollten die Trainer/ vereine eine Lizenz erwerben, da die kostenlose Version auf wenige Minuten beschränkt ist. Die Schachschüler benötigen keine Lizenz, lediglich muss ihnen der Meeting-Link zugeschickt werden. Genutzt werden kann Zoom per App auf allen gängigen Plattformen und auch per Webbrowser (Firefox oder Chrome). Zoom Anleitung

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In Skype können, anders als in Zoom Gruppen angelegt werden, in denen man auch abseits der Trainingsstunden chatten kann. Hier kann man für verschiedene Trainingsgruppen eigene Skype Gruppen anlegen, der beitritt als Gast im Webbrowser über den Gruppenlink ist ebenfalls möglich. Skype ist sowohl für Trainer als auch für Spieler kostenlos, die Videoqualität ist aber etwas schlechter als in Zoom. Skype Anleitung

Eine Alroundlösung bietet Discord. Bei Discord arbeitet man nicht mit Gruppen oder Meetings, sondern mit Servern. Auf einem Server kann man verschiedene Sprachkanäle (für verschiedene Trainingsgruppen) anlegen und durch Rollenvergabe den Benutzerkreis einschränken. Die Bildqualität ist bei Discord in der kostenlosen Version beschränkt, in der premium Version stehen bis zu 60FPS zur Verfügung. Discord Anleitung

Natürlich gibt es weitere Tools wie BigBlueButton oder Jitsi. Wichtig ist nicht die Plattform, die man nutzt. Wichtig ist, dass man seine Tools beherrscht und als Verein mit dem Online-Training startet.

Online Spielen – aber richtig

Online spielen kann man jederzeit auf vielen Plattformen. Am bekanntesten sind Lichess, Playchess und chess.com.

Lichess ist komplett kostenlos und es werden viele Turniere dort ausgetragen. Hier kann man sowohl alleine spielen, also auch einen Online-Verein anlegen. Neben der Browser-Version gibt es natürlich auch eine App für Android und iOS. Es gibt diverse Schachvarianten und auch Tatikaufgaben zum Üben. Lichess Leitfaden

Bei chess.com gibt es neben der kostenfreien Variante auch Premiumabbos. Mit einem Premiumaccount könnt ihr mehr als 25 Taktikaufgaben am Tag kostenlos lösen. Außerdem gibt es eine Analyse für gespielte Partien. Für Vereine eignet sich chess.com hervorragen. Man kann verschiedene Clubs anlegen und Club-Turniere oder Teammatches spielen. Dabei läuft vieles automatisiert ab. Was besonders für Kinder eine riesen Spaß sein kann, ist das Tandem-Schach, welches hier ebenfalls möglich ist. Leitfaden: Erstellung eiens chess.com-Clubs/ Einrichten von Turnieren

Außerdem gibt es noch weitere Plattformen, die sich aber nicht so gut als Ersatz für den Vereinsabend eignen. Wie auch offline gilt: Spielt fair und cheated nicht.

Vereinsabend Online

Der Vereinsabend ist für viele Spieler ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. Online verliert man sich aber leicht aus den Augen und driftet vom Verein ab. Um weiter in Verbindung mit dem Verein zu bleiben, eignet sich ein online Vereinsabend. Organisiert regelmäßige Turniere auf den Plattformen Lichess oder chess.com und bietet nebenbei die Möglichkeit zum Unterhalten über Video oder Sprachanrufe (z.B. Discord-Server). Spielt auch gegen andere Vereine, ihr werdet es nicht bereuen. Auf den gängigen Plattformen gibt es diverse Teamevents, schließt euch an. Es stärkt den Zusammenhalt im Verein und schafft einen Zusammenhalt, besonders wenn keine offline Schachturniere und Schachligen stattfinden.

Online Training

Oben haben wir euch schon diverse Tools aufgelistet, mit denen ihr online Trainieren könnt. Nutzt Lichess oder andere Schachprogramme, die ihr als Brettersatz verwendet. Der Trainer sollte seinen Bildschirm präsentieren und kann über Mikrofon und/ oder Kamera mit seinen Schülern reden und so die Schachstunde online nachbilden. Beim online Training kann man als Trainer das Angebot auch zielgerichteter steuern. Man kann die Schachschüler in verschieden Alters- oder Stärkegruppen einteilen und so das Training online zielgerichteter gestalten als beim Vereinsabend.

Möchte man als Spieler selbst trainieren, so kann man auf chess.com oder Lichess mit Taktikaufgaben oder Studien und natürlich auch mit unserem Trainingsmaterial auf schachtraining.de seine Schachfähigkeiten verbessern.

Weiteres Equipment für das Online Training

Um erfolgreich als Verein online zu Trainieren benötigt es neben einem Tablett oder Computer auch weiteres Equipment. Optional ist eine Webcam, welche in Laptop und Tablet schon eingebaut sind. Außerdem braucht es ein gutes Mikrofon. Die in Tablets eingebauten Mikros sind in Ordnung, bei Laptops sollte man auf ein externes Mikrofon, besser ein Headset (vermeiden der Rückkopplung) setzen. Hierbei git es schon günstige Varianten ab 10 Euro, wer aber langfristtig Spaß haben möchte, sollte durchaus Geld investieren, es lohnt sich.
 
Empfehlungen (* ):

Sony MDR-EX110APB In-Ear-Kopfhörer

HyperX KHX-HSCP-RD Cloud II

Erreichen der Spieler

Ein schwieriges Unterfangen ist das Erreichen alle Spieler. Viele Trainer stellen sich die Frage: Werden alle meine Spieler von unseren online Aktivitäten erfahren? Wie kann ich neue Spieler gewinnen?

Seine Spieler erreicht man am besten durch eine Vereinsgruppe in einem Messenger (z.B: WhatsApp). Diese Gruppe kann zum Austausch der Spieler untereinander genutzt werden, aber auch um Termine anzukündigen. Alternativ hilft auch ein E-Mail-Verteiler. Merkt man aber, dass man einige Spieler online nicht erreicht, sollte man  auf Ursachenforschung gehen. Manch einer möchte nicht online spielen oder trainieren, ein anderer hat vom Angebot nichts erfahren. Spieler, von denen man nicht weiß, wieso sie online nicht dabei sind, sollte man Anrufen oder anderweitig persönlich kontaktieren, um die Ursachen herauszufinden.

Neue Spieler kann man durch einen AÄufruf in der Vereinszeitung, in der Lokalen Zeitung oder über Social-Media erreichen. Meist gibt es dort Gruppen mit vielen Einwohnern aus der Region. Auch Werbeanzeigen auf Facebook können eine Option sein.
Das wichtigste ist jedoch eine gute Vereinswebseite.

Die Vereinswebseite

Auch schon vor der Pandemie sollte jeder Verein eine übersichtliche und aktuelle Vereinswebseite haben. In Corona-Zeiten wird diese umso wichtiger. Die Webseite dient als Kommunikationstool, um Mitglieder und interessierte Schachspieler anzusprechen. Wenn man sich eine Webseite anlegen möchte, gibt es diverse CMS wie WordPress, aber auch Homepage-Baukästen. Was man als Verein sich zulegt, hängt ganz davon ab, für welchen Zweck die Webseite geeignet ist. Einen guten Leitfaden bietet homepage-baukasten.de

Ein Homepagebaukasten ist oftmals einfacher zu bedienen, aber bietet auch weniger Möglichkeiten wie ein CMS. Wer sich nicht auskennt, kann sich auch eine Seite erstellen lassen. Diese kostet zwar eine nicht unerhebliche Summe, aber bietet einen professionellen Internetauftritt. Jedoch braucht es auch Kräfte im Verein, die eine Webseite verwalten und für neuen Input sorgen. Hierfür muss man kein Experte sein, es reicht sich mit dem Schreiben von Schachberichten auszukennen. Nichts schreckt mehr ab als eine schlecht aufgesetzte oder gepflegte Webseite.

Wer eine professionelle Vereinswebseite möchte, kann sich von Elias Pfann kostenlos beraten und zu fairen Konditionen eine Webseite erstellen lassen. (Bitte eine Mail an webmaster@schachtraining.de schreiben) Alternativ zur Vereinsseite ist auch eine gut Gepflegte Facebook-Seite denkbar.

Professionelles Training

Reichen dir als Spieler kostenlose Angebote und Vereinstraining nicht aus, kannst du bei unseren Partnern professionelles Schachtraining oder Premiumkurse (Videos) buchen. Auch Schachtrainer könne dort Kurse buchen und unterstützend in ihren Schachunterricht einbauen.

 

 

Motiviere dich

Viele kennen es: Man spielt online einige Blitzpartien, verliert und meint, man sei der schlechteste Spieler aller Zeiten, manch einer möchte gar mit Schach aufhören. Anstatt frustriert hinzuschmeißen, sollte man seine eigenen Partien analysieren. Lichess und chess.com bieten dort gute Tools. Außerdem sollte man sich mindestens 1x pro Woche an das Erlernen neuer Schachfähigkeiten machen, wie z. B. das Erlernen einer neuen Eröffnung. Man kann sich selbst anfangs damit motivieren, dass man z.B. erst nach einer Trainingsstunde seine Netflix-Serie ansieht. Mit der Zeit wird man besser und die Motivation kommt dann von selbst. Einige Spieler fühlen sich auch dadurch motiviert, in Gruppen zu trainieren. Tretet dafür doch einem Verein bei.

 

 

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